4   Licht im Nanokosmos -        
Nahfeldoptische Methoden

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5   Ausblick

Rastersondenmikroskope sind Augen, Tastfinger und zunehmend auch Werkzeuge für den Nanokosmos. Ihre große Stärke ist, dass sie "fühlen" können. Sie bilden nicht nur das Oberflächenrelief einer Probe ab, sie ertasten auch diverse Materialeigenschaften zum Teil mit atomarer Präzision. Das macht diese Mikroskopie zu einer spannenden und unverzichtbaren Methode für die verschiedensten Richtungen der Grundlagenforschung. Einige aus der makroskopischen Welt bekannten Phänomene, wie Reibung oder Magnetismus, sind auf atomarer Ebene noch längst nicht verstanden. Aber auch die chemische Bindung oder biologische Prozesse können mit Rastersondenmethoden in einer völlig

neuen Qualität erforscht werden. Es gibt schon unzählige Mikroskoptypen, mit entsprechend maßgeschneiderten Sonden zur Messung der verschiedensten Materialeigenschaften und es kommen immer wieder neue Ideen hinzu. Auch in der industriellen Entwicklungsarbeit spielen Rastersondenmethoden eine wachsende Rolle.

Gegenüber anderen Mikroskopieverfahren auf der Nanometer-Skala, wie zum Beispiel der Elektronenmikroskopie, haben Rastersondenmethoden zwei große Vorteile: Erstens lassen sie sich unter den verschiedensten Umgebungsbedingungen einsetzen und zweitens - sie "sehen" nicht nur, sie können "fühlen".

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© Klaus Schoepe 2003