| 1.2 Nicht sehen sondern fühlen |
| Nanotechnologie ist doch nichts neues, mögen viele denken, es ist einfach ein Fortschritt in der Miniaturisierung - aber das ist ein Irrtum. Es gibt zwei Eigenschaften, durch die sich der Nanokosmos, die Welt unterhalb 100 Nanometer (ein Nanometer = ein millionstel Millimeter), grundsätzlich von der uns bekannten makroskopischen Welt unterscheidet: Im Nanokosmos herrschen andere physikalische Gesetze als in der "großen" Welt. Hier regiert die Quantenphysik, die das Verhalten von so unvorstellbar kleinen Dingen wie Atomen und Molekülen beschreibt. |
Würde die Quantenphysik auch unsere Alltagswelt beherrschen, wäre das eine Katastrophe für alle Fußballfans. Ein Ball, der dem Torwart direkt in die Arme fliegt, könnte durch diesen mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit einfach "hindurch tunneln". Der arme Mann im Tor würde davon zwar vermutlich nichts merken, aber der Leistungssport wäre einmal mehr zum Glücksspiel geworden. Zum anderen ist der Nanokosmos unsichtbar. Alles, was in dieser Welt existiert, ist viel kleiner als die kleinsten Wellenlängen des sichtbaren Lichtes und bleibt damit unseren Augen für immer verborgen. Selbst unter Zuhilfenahme des besten optischen Mikroskops. |
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Einzelne Atome auf der Oberfläche eines Siliziumkristalls, aufgenommen mit einem Rastertunnelmikroskop |
Details eines Computerchips, aufgenommen mit einem Rasterkraftmikroskop |
| 1.2 Nicht sehen sondern fühlen |
© Klaus Schoepe 2003