| 1.1 Der Nanokosmos | 1.4 Steuerung mit atomarer Präzision |
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Die seit über 400 Jahren bekannten optischen Mikroskope nutzen die Welleneigenschaft des Lichtes. Sind diese Wellen für den Nanokosmos zu groß, dann liegt die Idee nahe, eine Strahlung mit kleineren Wellenlängen zu benutzen. Genau das wird bei der Röntgen- und bei der Elektronenmikroskopie getan. Insbesondere die Elektronenmikroskopie ist zu einem Standardwerkzeug der Nanotechnologie geworden. Doch man muss sich dem Nanokosmos nicht mit Wellen - nach dem Prinzip "Auge" - nähern, man kann ihn auch fühlen. Das hat sogar Vorteile. Nur der Fühlende stellt fest, ob etwas |
glatt ist oder rau, klebrig, weich oder hart oder elektrisch geladen. Genau das ist die Strategie der Rastersondenmikroskope: Sie ertasten Oberflächen und deren Materialeigenschaften - in einigen Fällen sogar bis aufs einzelne Atom genau. Inzwischen gibt es eine solche Vielzahl verschiedener Rastersondenmethoden, dass hier nur ein grober Überblick über die verschiedenen Mikroskoptypen und die fast unendlich vielen Anwendungsmöglichkeiten gegeben werden kann. |
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Die Erfindung des Rastertunnelmikroskopes 1981 war der wichtigste Meilenstein bei der Erforschung des Nanokosmos. Gerd Binnig und Heinrich Rohrer bekamen dafür 1986 den Nobelpreis für Physik. Mit Rastertunnelmikroskopen können aber nur elektrisch leitende Materialien untersucht werden. 1986 gelang es Gerd Binnig und seinen Kollegen Calvin F.Quate und |
Christoph Gerber, auch ein Rastersondenmikroskop für nichtleitende Materialien zu entwickeln: Das Rasterkraftmikroskop. Rastertunnel- und Rasterkraftmikroskope sind die beiden Grundtypen, aus denen sich in der Folgezeit alle anderen Rastersondenmikroskope entwickelt haben. |
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© Klaus Schoepe 2003